THEORIE UND PRAXIS DER SATANISCHEN MAGIE

THEORIE UND PRAXIS DER SATANISCHEN MAGIE

(Definition und Zweck)

Die Definition der Magie, wie sie in diesem buch beschrieben wird, lautet: „Veränderung von Situationen oder Ereignissen entsprechend dem eigenen Willen, die mit allgemein üblichen Methoden nicht verändert werden können.” Dies lässt zugegebenermaßen einen großen Spielraum für persönliche Auslegungen. Manche behaupten, daß diese Anweisungen und Verfahren nichts anderes sind als angewandte Psychologie, oder wissenschaftliche Tatsachen, die mit „magischen” Begriffen bezeichnet werden – bis sie auf einen Stelle im Text stoßen, die sich „wissenschaftlich nicht erklären lässt”. Aus diesem Grund wurde auch nie versucht, die Erklärungen für einen bestimmten festgelegten Begriff zu begrenzen. Magie ist niemals völlig wissenschaftlich erklärbar, aber Wissenschaft wurde immer mal für Magie gehalten.

Es gibt keinen Unterschied zwischen „Schwarzer” und „Weißer” Magie, außer in der selbstgefälligen Heuchelei, der schuldgeplagten Selbstgerechtigkeit und dem Selbstbetrug des „weißen” Magiers persönlich. In der klassischen religiösen Tradition wird „Weiße” Magie für uneigennützige, wohlmeinende und „gute2 Zwecke eingesetzt, während „Schwarze” Magie für persönliche Glorifizierung und Macht sowie für „böse” Zwecke ausgeübt wird. Niemand auf dieser Welt, der sich mit okkulten Studien, Metaphysik, PSI, Yoga oder irgendwelchen anderen „Weißlicht”-Inhalten beschäftigt, tut dies ohne das ziel der persönlichen Genugtuung und Stärkung der eigenen Macht. Der eine geht lieber im Büßerhemd und der Andere in Seide. Des einen Freud ist des anderen Leid, und das trifft auch auf „Gut” und „Böse” zu. Jeder praktizierende Magier ist überzeugt davon, daß seine Art der Magie die „richtige” ist.

Es gibt zwei Kategorien von Magie, rituell bzw. zeremoniell und nicht-rituell bzw. manipulativ. Ritualmagie beinhaltet die Durchführung einer formalen Zeremonie, die zumindest teil- weise in einem für diese Zwecke und für eine bestimmte Zeit abgegrenzten Raum stattfindet. Ihre Hauptaufgabe ist es, ansonsten anderweitig vergeudetes Adrenalin und emotionell hervorgerufene Energie zu isolieren und in eine dynamisch übertragbare Kraft umzuwandeln. Das Ritual ist eine rein emotionale und keine intellektuelle Angelegenheit. Jegliche intellektuelle Handlung muß vor und nicht während der Zeremonie stattfinden. Diese Art der Magie wird manchmal als „Höhere Magie” bezeichnet.

Nicht-rituelle oder manipulative Magie, auch „niedere Magie” genannt, besteht aus der List und Tücke, die man erreicht durch den Einsatz bestimmter Mittel und künstlich hervorgerufener Situationen, und deren Anwendung zu „einer Veränderung in Übereinstimmung mit dem eigenen Willen” führt. In früheren Zeiten wurde dies als „Faszination”, „Ausstrahlung” oder „böser Blick” bezeichnet.

Die meisten Opfer der Hexenprozesse waren gar keine Hexen. Oft waren die Opfer exzentrische alte Frauen, die entweder senil oder gesellschaftlich nicht angepaßt waren. Andere waren außergewöhnlich attraktive Frauen, die die Aufmerksamkeit mächtiger Männer auf sich lenkten und ihren Annäherungsversuchen nicht nachgaben. Die richtigen Hexen wurden selten hingerichtet oder vor Gericht gestellt, da sie die Kunst der Bezauberung beherrschten und mit ihrem Charme ihr Leben retten konnten. Die meisten wirklichen Hexen haben mit den Inquisitoren geschlafen. Das ist der Ursprung des Wortes „Ausstrahlung”. Die alte Bedeutung von Ausstrahlung war Hexerei. Das wichtigste Gut einer modernen Hexe ist ihre Fähigkeit, verlockend zu wirken bzw. ihre Ausstrahlung einzusetzen. Das Wort „Faszination” hat eine ähnliche okkulte Bedeutung. Mit Faszination wurde das böse Auge beschrieben. Den Blick eines Menschen auf sich zu ziehen, mit anderen Worten, ihn zu faszinieren, bedeutete, ihn mit dem bösen Blick zu verfluchen. Wenn also eine Frau die Fähigkeit besaß, Männer zu faszinieren, wurde sie als Hexe angesehen.

Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung einer Hexe oder eines Hexers ist der wirkungsvoll eingesetzte Befehl „Hersehen”. Um jemanden zu manipulieren, muß man zuerst seine Aufmerksamkeit erregen und halten.

Die Methoden, mit denen der Befehl „hersehen” durchgesetzt werden kann, sind Sex, Gefühl oder Wunder bzw. eine Kombination der drei. Eine Hexe muß ehrlich entscheiden, in welche der Kategorien sie ihrem Wesen nach am besten paßt. Die erste Kategorie, Sex, ist offensichtlich. Wenn eine Frau attraktiv ist oder sexuelle Anziehungskraft besitzt, sollte sie alles unternehmen, um sich so verlockend wie möglich darzustellen und somit ihr Geschlecht als ihre mächtigste Waffe einzusetzen. Wenn sie erst einmal die Aufmerksamkeit eines Mannes durch ihre sexuelle Ausstrahlung erregt hat kann sie ihn nach ihrem Willen beEinflußen. Die zweite Kategorie ist das Gefühl. Üblicherweise fallen ältere Frauen in diese Kategorie. Hierzu gehört die „weise Frau”, die in einem kleinen Häuschen auf dem Lande wohnt, und von der die Leute denken, daß sie ein wenig exzentrisch ist. Kinder sind üblicherweise fasziniert von dieser Art Hexe, da sie ihre Phantasie anregt, und junge Erwachsene holen sich bei ihr weise Ratschläge. Durch ihre Unschuld können Kinder ihre magische Kraft wahrnehmen. Indem sie ihr Image als nette alte Dame von nebenan pflegt, kann sie die Kunst der Irreführung einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen. Die dritte Kategorie ist das Wunder. Diese Kategorie paßt zu Frauen, an deren Aussehen etwas seltsames oder Furcht einflößendes ist. Damit können sie die Menschen beEinflußen, weil diese ganz einfach Angst vor den Konsequenzen haben, wenn sie nicht gehorchen.

Manche Frauen passen gleichzeitig in mehrere Kategorien. Zum Beispiel kann das junge Mädchen, das sauber und unschuldig wirkt, aber gleichzeitig sehr sexy ist, Sex mit Gefühl kombinieren. Oder die Femme fatale, die ihren Sexappeal mit einem finsteren Unterton verbindet, kann Sex und Wunder einsetzen. Wenn die Hexe ihre Fähigkeiten analysiert hat, muß sie entscheiden, in welche Kategorie, bzw. Kombination von Kategorien sie fällt und kann diese dann in der angemessensten Art einsetzen.

Auch ein Mann, der ein erfolgreicher Magier werden will, muß die für ihn geeignete Kategorie aussuchen. Der attraktive oder sexuell anziehende Mann fällt natürlich in die erste Kategorie – Sex. Die zweite Kategorie, Gefühl, paßt zum älteren Mann, der z.B. elbenhaft oder als Waldbewohner auftritt. Der nette alte Opa (oft ein alter Lustmolch!) fällt auch in die Kategorie Gefühl. Der dritte Typ Mann ist der mit dem finsteren oder teuflischen Aussehen. Genau wie die Frauen muß jeder dieser Männer seine spezielle Wesensart einsetzen, um den Blick auf sich zu ziehen.

Sein Aussehen einzusetzen, um emotionale Reaktion zu erzielen, ist eines der wichtigsten Mittel in der Praxis der niederen Magie. Jeder, der so dumm ist, zu sagen „Die äußere Erscheinung ist unwichtig”, täuscht sich schwer. Gutes Aussehen ist nicht nötig, aber ein „Aussehen” ist unbedingt notwendig!

Geruch ist ebenfalls ein wichtiger Faktor der BeEinflußung in der niederen Magie. Tiere fürchten sich und mißtrauen bekanntlich allem, das nicht riecht. Und auch wenn wir, als menschliche Tiere, das Urteil, das wir mit dem Geruchssinn fällen, vom Verstand her ablehnen, so werden wir von ihm doch genau so beeinflußt wie die Vierbeiner. Wenn du ein Mann bist und eine Frau bezaubern willst, lasse die natürlichen Ausdünstungen deines Körpers ausströmen, als animalischen Kontrast zu deiner korrekten Erscheinung. Wenn du als Frau einen Mann verzaubern willst, sollst du nicht fürchten, daß du ihn „beleidigst”, nur weil du die Öle und Düfte deines Körpers nicht abgeschrubbt hast oder die Stelle zwischen deinen Schenkeln nicht trocken und steril ist. Diese natürlichen Gerüche sind die sexuellen Reizmittel, die die Natur in ihrer magischen Weisheit geschaffen hat.

Alle Gerüche, die angenehme Erinnerungen und Nostalgie hervorrufen, stimulieren das Gefühl. Den Magen eines Mannes zu bezaubern beginnt schon mit dem leckeren Duft des Essens! Für den „Gefühlstyp” unter den Hexen ist diese Art der Verzauberung am praktischsten. Man braucht sich auch gar nicht lustig zu machen über die Taktik eines Mannes, der eine junge Frau bezaubern wollte, die in ihren Kindheitserlebnissen in einem Fischerdorf nachtrauerte: Die Methoden der niederen Magie nutzend, steckte er sich eine Makrele in die Hosentasche und erntete die Früchte der großen Liebe.

bruce

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